AK36 http://ak36.blogsport.de Tue, 21 Nov 2017 12:37:46 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Auswertung der Gedenkveranstaltung zum Todestag von Andrea Wolf http://ak36.blogsport.de/2017/11/21/auswertung-der-gedenkveranstaltung-zum-todestag-von-andrea-wolf/ http://ak36.blogsport.de/2017/11/21/auswertung-der-gedenkveranstaltung-zum-todestag-von-andrea-wolf/#comments Tue, 21 Nov 2017 12:11:07 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Antirepression Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Internationalismus http://ak36.blogsport.de/2017/11/21/auswertung-der-gedenkveranstaltung-zum-todestag-von-andrea-wolf/ Am 21.10.2017 fand in der K9 eine Info- & Diskussionsveranstaltung anlässlich des 19. Todestages von Andrea Wolf statt. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und im besten Fall, eine Debatte innerhalb der radikalen Linken zum Thema Gedenkpolitik anzustoßen, veröffentlichen wir unser Material zur Veranstaltung sowie eine Zusammenfassung der anschließenden Diskussion.

Gründe diese Veranstaltung zu organisieren gab und gibt es genug. Sei es das Gedenken an Andrea Wolf und all die anderen Menschen, die in emanzipatorischen Kämpfen gestorben sind, oder mögliche Antworten auf die Frage: „Warum sich Menschen dem bewaffneten Kampf angeschlossen haben, an diesem teilnehmen oder teilnehmen werden?“, zu finden.

Eine weitere Intention ist, einen Teil der Gedenkkultur an Gefallene innerhalb der radikalen Linken in Deutschland solidarisch zu kritisieren und gleichzeitig zu überlegen, wie wir Gedenken neu ausrichten können. Dies ist unserer Meinung nach notwendig, da so manche Veranstaltung sich weder tiefgründig mit den jeweiligen Kämpfen und / oder den politischen Ansichten, bzw. unterschiedlichen Hintergründen von Personen auseinandersetzt bzw. gleich zum großen Märtyrer-Kult übergeht. So fungieren diese Veranstaltungen als reines Ritual und / oder Identitätspolitik.

An der Diskussion, die wir im Rahmen der Veranstaltung führten, nahmen Menschen aus verschiedenen politischen Spektren teil, somit war es möglich Unterschiede zwischen der Gedenkkultur in Deutschland und anderen Ländern in die Gespräche einfließen zu lassen. Im Folgenden haben wir versucht nicht unsere Position, sondern die geführte Diskussion zusammenzufassen.
Wir haben insgesamt sechs Schwerpunkte innerhalb der Diskussion gesehen:

1. Die politische Einordnung / der politische Hintergrund der Gefallenen
2. kollektives Gedenken
3. fehlende Perspektive
4. Gedenken und der bürgerliche Diskurs
5. Gedenken als Wissensweitergabe
6. (fehlende) Solidarität

Zwischen den einzelnen Punkten gibt es mal mehr, mal weniger große Überschneidungen. Die Diskussion thematisierte fast ausschließlich Menschen, die sich „freiwillig“ [1] einem militanten und / oder bewaffneten Kampf angeschlossen haben. Nicht aus Arroganz anderen gegenüber, sondern um eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dieser Form des Gedenkens zu ermöglichen.

1. Die politische Einordnung / der politische Hintergrund der Gefallenen

Bei diesem Punkt ist vor allem der Unterschied zwischen Deutschland und den anderen angesprochenen Ländern (Baskenland, Nordirland und Kurdistan) hervorgetreten.
Zum Beispiel ist die Begrifflichkeit „ist Opfer von…geworden“ oder „wurde Opfer durch…“ in Deutschland fest verankert. Das Wort Opfer, ist dabei in den meisten Fällen defensiv konnotiert [2]. Dass Menschen sich selbstbestimmt und bewusst für eine Widerstandsform entscheiden, indem das Risiko zu sterben sehr real ist, wird dadurch ausgeblendet.

In anderen Ländern, gibt es neben der persönlichen, individuellen Trauer, auch eine Einordnung der Gefallenen in einen größeren politischen Kontext. Ein Beispiel ist dabei die Grabinschrift „killed in action“ z.B. auf dem Belfaster Friedhof, ein anderes ist Andrea Wolf. In Kurdistan ist sie nicht ein Opfer des türkischen Staates geworden, sondern im Kampf für die kurdische Bewegung und für die Freiheit aller Menschen gestorben. Dieser Kampf ist nicht vorbei. Er wird heute von anderen Genoss*innen selbstbestimmt weitergeführt.

Allein der Unterschied in den Begrifflichkeiten zeigt sehr gut, wie der Tod von Kämpfer*innen unterschiedlich wahrgenommen wird und ob es einen kollektiven Umgang mit dem Kampf und dem Tod gibt.

2. kollektives Gedenken

Daran anschließend wurden Beispiele aus Kurdistan und dem Baskenland genannt, wie Gedenken an die im Kampf Gefallenen zu einer kollektiven Erinnerungskultur werden kann.

In Spanien gibt es bspw. in Orten in denen ETA-Kämpfer*innen gelebt haben, Bilder der Gefallenen in Kneipen, womit ersichtlich werden soll, dass diese Bar den Kampf und die politische Idee unterstützt. Zeitgleich wird Geld für die Familien gesammelt um diese nicht alleine zu lassen.
In Kurdistan sind neben Bildern und Gedenkstätten auch Lieder und Texte über die Gefallenen weit verbreitet, damit die Sehids [3] und ihre Aktionen im kollektiven Gedächtnis bleiben. Dies kann dazu führen, den bewaffneten Kampf im Alltag sichtbar zu machen und somit einen kollektiven Umgang mit dieser Widerstandsform und den Risiken die diese mit sich bringt, herzustellen.
Darüber hinaus wird das Gedenken an die Personen, die eben jenes Risiko für eine freie Gesellschaft eingegangen sind, aufrechterhalten. Weiterhin werden die Angehörigen und Freund*innen mit ihrer Trauer nicht alleine gelassen, sondern kollektiv unterstützt.

3. fehlende Perspektive

Der kollektive Kampf für eine bessere Gesellschaft ist in Deutschland ein eher seltenes Phänomen. Meist organisiert ein Personenzusammenhang etwas und der Rest kommt zum konsumieren vorbei. Für den politischen Diskurs mit Genoss*innen ist kaum mehr Zeit als auf dem Plenum, von dem Versuch kollektive Lebensformen auszuprobieren ganz zu schweigen. Der Kapitalismus hat uns so sehr vereinzelt, dass es uns schwer fällt gemeinschaftlich zu entscheiden und zu Leben.

Dies spiegelt sich in der politischen Perspektive innerhalb der radikalen Linken in Deutschland wieder. Oftmals fällt es schwer, an einen gemeinsamen Kampf und solidarisches Verhalten untereinander zu glauben. Vielmehr geht es um Identitätspolitik und Ansehen in der Szene. Innerhalb der Diskussion wurde zu dem angemerkt, dass diese fehlende revolutionäre Perspektive zusätzlich durch eine oberflächliche Gedenkkultur und / oder nicht vorhandene Debatten über die eigene Bewegungsgeschichte, gefördert wird.

4. Gedenken und der bürgerliche Diskurs

In der Diskussion ging es jetzt um die Bezugnahme und die Erinnerung an die R.A.F. und anderen bewaffneten Gruppen in Deutschland. Hier sollte dem bürgerlichen Diskurs entgegengetreten werden. Warum gibt es so gut wie keine kritische Auseinandersetzung oder Bezugnahme mit und auf die Aktionen der R.A.F., Bewegung 2. Juni und ähnlichen Zusammenhängen? Wenn dann liegt der Fokus einzig auf der Benennung von Unterschieden, bzw. Distanzierungen zu diesen Gruppen und ihren Fehlern.
Oft wird dabei eine Moralvorstellung vertreten die in der bürgerlichen Gesellschaft ihren Ursprung findet. Mit dem bewaffneten Kampf möchte man nichts zu tun haben. Somit überlässt man die Analyse der eigenen Bewegungsgeschichte oft Personen wie Stefan Aust [4] und Co.

5. Gedenken als Wissensweitergabe

Für die radikale Linke ist eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, den Fehlern, als auch den speziellen Formen von Widerstand immens wichtig. Viele Probleme, mit denen wir auch heute noch zu tun haben, wurden bereits von anderen Genoss*innen angesprochen, öffentlich gemacht, theoretisch analysiert und in die praktische Arbeit eingebunden.
Diese Wissensweitergabe funktioniert aber nur, wenn Gedenken darauf ausgerichtet ist, den aktuellen Kampf voranzutreiben bzw. die Kämpfe von damals auf die heutige Zeit zu übertragen, zu aktualisieren und weiterzuführen.
Es sollte beim Gedenken an Gefallene eine wichtige Rolle spielen, sich mit den Ideen und Aktionen der jeweiligen Person auseinanderzusetzen. So gehen schon geführte Auseinandersetzungen nicht verloren, wir können voneinander lernen und unsere eigene Geschichte wird lebendig gehalten.

6. (fehlende) Solidarität

Der Mangel an Solidarität in der radikalen Linken in Deutschland ist allgegenwärtig. Ist es die Auseinandersetzung mit Menschen im Knast, der soziale Umgang miteinander oder die Ignoranz gegenüber Kämpfen die von vorangegangen Generationen geführt wurden, die in Vergessenheit geraten und / oder deren Deutungshoheit der bürgerlichen Presse überlassen wird.

In Kurdistan bspw. ist die Solidarität untereinander, eine Grundlage der Bewegung. Die Gemeinsamkeiten werden gesucht, die Unterschiede diskutiert. Die jeweilige Gedenkkultur lebt hierbei von der Solidarität der Menschen untereinander.

Zwei positive Beispiel aus Deutschland wurden dennoch gefunden, die in ihrer Form sehr unterschiedlich sind. Zum einen die tagelangen Ausschreitungen in Westdeutschland, die nach dem Tod von Günther Sare [5] stattfanden. Hierbei entlud sich Trauer, Wut und das Gedenken an ihn, in einer kollektiven Randale.
Ein anderes Beispiel das genannt wurde, ist ein Fest, welches in Celle, in Gedenken an die in Kurdistan gefallenen Kämpfer*innen stattfand. Dort haben verschiedene Gruppen und Zusammenhänge die Angehörigen der Sehids eingeladen und kollektiv den Toten gedacht, gesungen und sich gegenseitig Texte und Briefe der Gefallenen vorgelesen. Das Gedenkfest wurde somit zu einem Ort des Widerstands und des Lebens.

Folgender Satz, der während des Vortrags unserer Freundin fiel, fasst unserer Meinung nach die Diskussion abschließend gut zusammen:

„Das Gedenken an kämpfende Menschen ist ein Versuch die Widerstandsgeschichte im Gedächtnis zu behalten. Dieser [Versuch] ist aber nur dann aktiv, wenn daraus heutiger Widerstand entsteht!“
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[1] Freiwillig ist hier in Anführungszeichen gesetzt, da jede Person selbst entscheiden kann / muss ob sie kämpft oder nicht, es aber in den Ausgangssituationen und den Lebensrealitäten extreme Unterschiede gibt.

[2] Eine Wortmeldung brachte das Beispiel von Ibrahim Arslan an, der den Begriff Opfer für sich positiv besetzt, da er Kampf und Trauer vereint. Ibrahim Arslan überlebte 1992 den rassistischen Brandanschlag in Mölln und ist z.B.: Mitorganisator der „Moellner Rede im Exil“.

[3] Als Sehids werden Menschen in Kurdistan bezeichnet die im Kampf gefallen sind.

[4] Stefan Aust: Journalist und ehemaliger Chefredakteur von DER SPIEGEL und Die Welt, hat u.a. mit dem Buch Der „Baader-Meinhof-Komplex“ maßgeblich die bürgerliche Geschichtsschreibung über die R.A.F. in Deutschland mitgeprägt.

[5] Günther Sare wurde am 28.09.1985 in Frankfurt auf einer antifaschistischen Demonstration von einem Wasserwerfer überfahren, der gezielt in die Gruppe steuerte.
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Neben der Diskussion wurde in einer 12-seitigen Ausstellung das Leben und der politische Werdegang von Andrea Wolf thematisiert. Dabei kommen Freund*innen, Genoss*innen sowie ein Teil ihrer Familie zu Wort. Ein PDF der Ausstellung gibt es hier:

https://issuu.com/ak360/docs/andrea_wolf

Andrea hat in der Zeit in Kurdistan viele Briefe und Texte verfasst, diese wurden später in einem Buch veröffentlicht. Die PDF-Version gibt es hier:

https://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/hintergrund/gefangene/RONAHI/ronahi_andrea_buch.pdf

https://issuu.com/ak360/docs/ronahi_andrea_buch

Zu Beginn der Veranstaltung thematisierte der Film „Erinnerung an Andrea Wolf Ronahi“, das Leben und den Kampf von Andrea in Deutschland und Kurdistan. Den Film findet ihr in nicht so guter Qualität auch auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=v_PFQmrBhBc

Im Anschluss sprach eine Genossin über die politische Sozialisierung von Andrea und ihre Beweggründe sich in Deutschland zu engagieren und sich später den bewaffneten Kampf in Kurdistan anzuschließen. Weiterhin wurde in dem 30-minütigen Vortrag die politische Situation in Deutschland und Kurdistan zu eben jener Zeit thematisiert. Einen Mitschnitt findet ihr demnächst auf unserem Blog und Twitter

https://twitter.com/Antifa_36

Wir möchten uns herzlichst bei unserer Freundin aus Frankfurt bedanken, die uns nicht nur eine Menge Material für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat, sondern auch den Vortrag gehalten hat und ein wichtiger Bestandteil der Diskussion war.
Danke auch an die K9 für die problemlose Nutzung der Räume sowie den Menschen die einen Gefangenenschreibworkshop angeboten haben.

Wir möchten hier nochmals betonen, dass ein Begriff wie Solidarität mehr beinhaltet, als auf Soli-Partys zu saufen und an Silvester die Anti-Knast-Demo zu besuchen. Genauso wie der Kampf gegen Nazis oder Bullen, muss auch die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Thema Knast, aber eben auch dem Tod unserer Freunde, in unseren Alltag integriert werden. Der politische Kampf muss für die Menschen nicht im Gefängnis aufhören. Schlagkräftig wird er allerdings erst richtig, wenn es parallel dazu einen radikalen Kampf auf unseren Straßen gibt. Das schlimmste was eine Bewegung machen kann, ist die Menschen im Knast alleine zu lassen, weil sie zu feige ist sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

AK36 im November 2017

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Redebeitrag im Rahmen der Kundgebung am Heinrichplatz zum Welt Kobane Tag 2017 http://ak36.blogsport.de/2017/11/03/114/ http://ak36.blogsport.de/2017/11/03/114/#comments Fri, 03 Nov 2017 13:40:03 +0000 Administrator Allgemein Antifaschismus Antirassismus Antirepression Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Internationalismus Kiezpolitik | Freiräume http://ak36.blogsport.de/2017/11/03/114/ Frauenbefreiung, Freie Bildung, Selbstverwaltung, Religionsfreiheit, direkte kommunale Demokratie, dies sind nur einzelne Errungenschaften der Revolution in Rojava. Undenkbar sind diese Errungenschaften ohne den Kampf um Kobane, in welchem erstmals der Selbsternannte Islamische Staat in die Knie gezwungen werden konnte. Undenkbar ist es ebenso den Welt Kobane Tag zu zelebrieren ohne denen zu Gedenken die im Kampf für ein Leben in Freiheit und Würde ihr leben ließen und erbitterten Widerstand gegen den IS leisteten.

Die Gefallenen sollten in unseren Kämpfen weiterleben. Die Schlacht um Kobane hat den Kriegsverlauf entscheidend verändert, zudem und das ist aus unserer Sicht der wichtigste Aspekt, hat der Kampf verdeutlicht, dass selbst unter den menschenverachtendsten Bedingungen, etwas Lebenswertes entstehen kann. Auch wenn Rojava bei weitem kein Paradies ist und es immer noch Widersprüche gibt, ist es der existierende Beweis dafür, dass ein selbstorganisiertes Leben fernab von Staat und Kapital möglich ist und Revolution nie ein abgeschlossener Prozess sein kann.

Trotz der Errungenschaften der Revolution in Rojava können wir nicht die Entwicklungen in Nordkurdistan aus den Augen verlieren. Hierbei sollten wir immer wieder thematisieren und Skandalisieren, dass es deutsche Waffenfirmen sind die Milliarden mit dem Krieg gegen die kurdische Zivilbevölkerung verdienen. Es die deutsche Justiz ist die auf Geheiß des Despoten vom Bosporus hierzulande türkische und kurdische Oppositionelle verfolgt, inhaftiert, Fahnen von kurdischen Organisationen und Institutionen verbietet und somit praktische Schützenhilfe für
das AKP / MHP Regime leistet.

Zudem sollte eine Radikale Linke die es ernst damit meint sich als Teil eines weltweiten Kampfes zu verstehen eben auch jene benennen und zur Verantwortung ziehen die hier in Berlin als Protagonisten tätig sind. Jene die den praktizierten Vernichtungswahn des AKP / MHP Regimes nicht nur befürworten sonder ihn auch unterstützen, finanziell wie strukturell. Strukturen hierfür finden sich neben Kreuzberg auch in Berlin Neukölln und Wedding, oft versteckt hinter einem gut bürgerlichen Anstrich in Vereinen, Cafes und Kulturzentren. Diese Protagonisten der Türkischen Ultra Nationalisten stehen ihren deutsche Gesinnungspartnern in nichts nach.* Faschisten bleiben Faschisten egal welcher vermeintlichen Nationalität sie angehören, und ob sie sich nun AFD, Kameradschaft oder Bozkurt nennen. Was sie eint ist Herrenmenschendenken, Sozialchauvismus, Sexismus , Konservatismus, sowie der Hass auf gesellschaftlichen Minderheiten.

Diesen Faschisten gilt es den Kampf anzusagen! In allen ihren Ausprägungen und Erscheinungsformen.
In diesem Sinne: Schulter an Schulter gegen Faschismus!
Freiheit für Abdulah Öcalan und alle politischen Gefangen!
Weg mit den Paragraphen 129a und b!

Lang lebe die Revolution in Rojava!

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Info – Veranstaltung zum 19. Todestag von Andrea Wolf http://ak36.blogsport.de/2017/10/11/info-veranstaltung-zum-19-todestag-von-andrea-wolf/ http://ak36.blogsport.de/2017/10/11/info-veranstaltung-zum-19-todestag-von-andrea-wolf/#comments Wed, 11 Oct 2017 21:16:52 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Antirepression Internationalismus http://ak36.blogsport.de/2017/10/11/info-veranstaltung-zum-19-todestag-von-andrea-wolf/ Andrea Wolf wurde im Jahr 1965 geboren und engagierte sich unter anderem in der autonomen Frauenbewegung, gegen die Startbahnwest, bei den Protesten gegen den Weltwirtschaftsgipfel 1985 in Bonn sowie 1992 in München.Nach zunehmender Repression beschließt Andrea, in die Illegalität zu gehen. Später geht sie von dort aus im Januar 1997 nach Kurdistan.

Sie kämpft aktiv in einer Fraueneinheit unter dem Kampfnamen Ronahi. Am 22. Oktober 1998 gerät ihre Guerillaeinheit in der Region Wan in einen Hinterhalt. Andrea und einige ihrer Genoss*innen werden vom türkischen Militär gefangen genommen und gefoltert. Andrea Wolf stirbt am 23.Oktober 1998 an den Folgen der Folter.

Wir zeigen eine Dokumentation über Andreas Leben, im Anschluss wird eine Referent*in aus Frankfurt über Andrea, sowie die Möglichkeit Gedenk- und Erinnerungskultur innerhalb der radikalen Linken zu leben, sprechen. Außerdem könnt ihr euch die Ausstellung „Im Dschungel der Städte, in den Bergen Kurdistans – Leben und Kampf von Andrea Wolf“, vor und nach der Veranstaltung ansehen.

Ausstellung über Andreas Leben: 18:30 Uhr // Film und Vortrag: 19:00 Uhr

Samstag // 21.10.// K9 // (Kinzigstraße.9) // Nähe U-Bahnhof Samariterstraße // Berlin Friedrichshain

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Anti-Knast-Tage 2017 Berlin http://ak36.blogsport.de/2017/09/19/wir-muessen-mal-ueber-knast-reden/ http://ak36.blogsport.de/2017/09/19/wir-muessen-mal-ueber-knast-reden/#comments Tue, 19 Sep 2017 13:35:19 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Antirassismus Antirepression http://ak36.blogsport.de/2017/09/19/wir-muessen-mal-ueber-knast-reden/ Wir freuen uns sehr, dass es dieses Jahr wieder die Anti-Knast-Tage in Berlin gibt und möchten hiermit den Aufruf unterstützen und teilen!

„Wir müssen mal über Knast reden!“

Bis 2015 wurden im deutschsprachigem Raum regelmäßig die Antiknasttage von Gruppen veranstaltet, die Knäste abschaffen wollen. Es war der Versuch dem Thema der Knäste, der Einsperrung und der sozialen Kontrolle einen Raum zu geben. Dies wurde von vielen Menschen und Gruppen als politisches Aufgabe vernachlässigt, versäumt bzw. ignoriert und wird es immer noch. Wir wollen die Tage dazu nutzen, um mit Menschen, die davon betroffen sind, zusammen zu kommen und das Thema Knast, in all seinen Facetten, wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Daher sollen sie dieses Jahr in Berlin wieder stattfinden, denn dieses Theam ist unerlässlich, wenn wir Herrschaft und Unterdrückung in Frage stellen, bzw abschaffen wollen.

In Zeiten wie diesen hat die Funktion der Knäste innerhalb der Gesellschaft nicht nachgelassen, sondern sie wird weiterentwickelt. Zeitgleich findet eine „humanere“ Art der Bestrafung und Überwachung (Fussfesseln, Kameras mit Gesichtserkennung, …) sowie eine Verschärfung dieser (Ausbau von Knästen, Masseninhaftierungen von Flüchtlingen, vermehrte Sicherheitsverwahrung, Unterbringung in Forensik und Psychiatrien, Integration der Knäste in die kapitalistische Produktion) statt.
Der Knast ist nicht nur ein Ort der Bestrafung, sondern die Zuspitzung der Gesellschaft, die nicht fähig ist, ihre hausgemachten Konflikte und Widersprüche zu lösen. Das Problem ist daher nicht nur der Knast an und für sich, sondern diese Welt, die die Bedingungen für deren Existenz und Notwendigkeiten ständig erschafft. Für viele ein dämonisierter Ort, obwohl gerade in Deutschland die meisten wegen Schulden sitzen. Dies ist eine Realität in die jeder Mensch sehr schnell reinrutscht. All das, was Menschen in den Knast bringt, sind gesellschaftliche Probleme, die dort drinnen nicht gelöst werden. Nach der Entlassung steht jeder wieder vor denselben Problemen (Armut, Arbeitlosigkeit, Ausgrenzung, Ausbeutung, etc).
Hauptziel der Knäste ist es einige Menschen dermaßen abzurichten, bis sie berechenbar sind, so dass sie nie was „strafbares“ machen werden, vor allem nie gegen das System, welches sie unterdrückt. Der Knast ist das Damoklesschwert, welches jeden Menschen daran erinnern soll, nicht ungehorsam, rebellisch, oder widerspenstig zu sein. Es funktioniert schon durch den Schatten der Angst, welchen der Knast wirft und erstickt daher, noch bevor dieser passiert, jeden Aufstand im Keim.

„Diejenigen, die man gewöhnliche Strafgefangene oder „Kriminelle“ nennt, sind eine Folge der Irrationalität und des widernatürlichen Charakters des kapitalistischen Systems. Sie kommen nicht aus purem Zufall in der Mehrzahl aus dem Proletariat. Sie haben versucht, dem Elend zu entkommen, zu dem sie das Kapital als solches verdankt hat, ohne sich weder gesellschaftlichen Verhältnissen noch Produktionsverhältnissen des Kapitals anzupassen.“ (Gefangener autonomer Gruppen in Spanien)

Die Einzige Freiheit die noch heute besteht, ist die der Auswahl zwischen einem Scheißjob und einem noch beschissenerem Job. Die Freiheit bei der Auswahl zwischen Produkten, die ein Mensch noch kaufen kann. Dies sind die Freiheiten in einem Leben im Kapitalismus und unter seiner Herrschaft.
Der Kampf für die Freiheit des Menschen ist nach wie vor ein Verbrechen, denn wir wollen diese Verhältnisse auf den Kopf stellen.

Um über dies und vieles mehr zu diskutieren, soll jeder Mensch und jede Gruppe sich eingeladen fühlen, der/die diese Probleme/Ansichten teilt und darüber diskutieren will, um Perspektiven und Kämpfe daraus zu erschaffen. Um auch dort Veranstaltungen zum Thema machen zu können.

Kommt zu den Anti-Knast-Tagen 2017 vom 6. – 8. Oktober in der SFE im Mehringhof, Gneisenaustr. 2A in 10961 Berlin

Infos bekommt ihr unter:
http://antiknasttage2017.blogsport.eu/

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Filmvorführung – Sacco & Vanzetti http://ak36.blogsport.de/2017/08/18/filmvorfuehrung-sacco-vanzetti/ http://ak36.blogsport.de/2017/08/18/filmvorfuehrung-sacco-vanzetti/#comments Fri, 18 Aug 2017 19:06:47 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Antirepression Internationalismus http://ak36.blogsport.de/2017/08/18/filmvorfuehrung-sacco-vanzetti/ Wir Gedenken den beiden Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die, nach einem fragwürdigen Prozess zum Tode verurteilt und am 23.08.1927 in den USA hingerichtet wurden!

Der Vorwurf gegen die beiden aus Italien eingewanderten und der anarchistischen Bewegung angehörenden Arbeitern, lautete Beteiligung an einem doppelten Raubmord.

Das Verfahren, die Verleumdungen der Presse und nicht zuletzt das Urteil, erregten weltweite Aufmerksamkeit und waren der Beginn zahlreicher, auch internationaler Proteste.
Der Prozess zeigte unverhohlen und deutlich die rassistischen und sozialchauvinistischen Einstellungen der Justiz, der Politik und Teile der Gesellschaft, besonders gegenüber Migranten und Dissidenten in der damaligen Zeit.

Ein großer Teil der anarchistischen Bewegung entschied sich zu dieser Zeit für die gezielte Enteignung von Banken, Firmen oder vermögenden Einzelpersonen sowie Aktionen im Namen der Propaganda der Tat. Der Justizapparat reagierte mit Folter, Erpressung und Mord bspw. an Andrea Salsedo, Setzer einer anarchistischen Zeitung, der 1920 aus dem 14. Stockwerk eines New Yorker Polizeigebäudes geworfen wurde.

Die aktuellen Ereignisse in den USA und Europa sollten uns daran erinnern, dass ein konsequentes Vorgehen gegen Rassismus und Faschismus, also ein Kampf für die Gleichberechtigung aller Menschen, nicht verhandelbar ist.

Filmvorführung “Sacco & Vanzetti” am 23.08.2017 ab 20 Uhr in der “Meuterei” / Reichenberger Str. 58 / 10999 Berlin

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Broschüre & Audiomitschnitt zum Vortrag über Anarchismus & Bankenteignung http://ak36.blogsport.de/2017/06/03/broschuere-audiomitschnitt-zum-vortrag-ueber-anarchismus-bankenteignung/ http://ak36.blogsport.de/2017/06/03/broschuere-audiomitschnitt-zum-vortrag-ueber-anarchismus-bankenteignung/#comments Sat, 03 Jun 2017 14:42:49 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antirepression Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Internationalismus http://ak36.blogsport.de/2017/06/03/broschuere-audiomitschnitt-zum-vortrag-ueber-anarchismus-bankenteignung/ Weiterführende Broschüre zum Vortrag über die Geschichte des Anarchismus und der Bankenteignung, mit Gruppen-Glossar, Literatur-Tipps und mehr.

Hier der Vortrag als Audiomitschnitt im Rahmen des ABC-Fests 2017 in Wien


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Vortrag & Cocktail-Tresen in der Meuterei http://ak36.blogsport.de/2017/05/27/vortrag-cocktail-tresen/ http://ak36.blogsport.de/2017/05/27/vortrag-cocktail-tresen/#comments Sat, 27 May 2017 17:24:11 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antirepression http://ak36.blogsport.de/2017/05/27/vortrag-cocktail-tresen/ Seit der Entstehung der anarchistischen Bewegung ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil, der Diskurs um die politische Praxis. Wie kann diese in die Theorie eingebunden werden, wie im Detail aussehen?

Ein immer wiederkehrendes Beispiel, ist die Kritik der Lohnarbeit, die Anarchist*innen damals wie heute dazu zwingt andere Wege zur Finanzierung der Bewegung zu finden. Propaganda muss hergestellt und veröffentlicht, Gefangene unterstützt und auch das eigene Leben gesichert werden. Eine Möglichkeit wurde schon sehr früh in der Praxis der Enteignungen gesehen.

Der Vortrag thematisiert dies, am Beispiel anarchistischer Banküberfälle, beginnend im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Debatten um Form und Mittel, die innerhalb der Bewegung bis heute kontrovers geführt werden.

Im Anschluss wird es einen Cocktail-Tresen geben um Kohle für Repressionskosten zu sammeln!

02. Juni 2017, 20 Uhr, in der „Meuterei“ – Reichenberger Str. 58 / 10999 Berlin

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Nazi Kundgebung für Horst Mahler am 28.05 http://ak36.blogsport.de/2017/05/23/berlin-nazi-kundgebung-fuer-horst-mahler-am-28-05/ http://ak36.blogsport.de/2017/05/23/berlin-nazi-kundgebung-fuer-horst-mahler-am-28-05/#comments Tue, 23 May 2017 20:53:04 +0000 Administrator Allgemein Antifaschismus Antirassismus Antirepression Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Internationalismus Antisexismus http://ak36.blogsport.de/2017/05/23/berlin-nazi-kundgebung-fuer-horst-mahler-am-28-05/ Nach Erkenntnissen des Antifa Infoportals Pinneberg (Twitter) sowie dem Bündnis „Berlin gegen Nazis“ ist damit zu rechnen, dass Nazis eine Kundgebung vor der Ungarischen Botschaft in Berlin – Mitte planen. Die Kundgebung ist Teil eines bundesweiten Aktionstages für den in Ungarn inhaftierten Nazi, Holocaustleugner, und fanatischen Antisemiten Horst Mahler. Neben Berlin sollen in München, Erfurt und Düsseldorf weitere Kundgebungen gegen die Abschiebung Mahlers nach Deutschland stattfinden.

Es kann und sollte davon ausgegangen werden, dass die Kundgebung in Berlin von überdurchschnittlich vielen Nazis frequentiert wird. Horst Mahler verfügt aufgrund seiner Vita über einen enormen Kultstatus in den unterschiedlichen Strömungen der Neonazistischen Szene. Sein Einfluss reichte Jahrelang von NPD über Freie Kameradschaften bis hin zu einer nicht zu unterschätzender Anzahl an Unterstützern der sogenannten Neuen Rechten. Dieser Stellenwert der ihm und seiner Person zugesprochen wird, wurde aller Wahrscheinlichkeit, durch seine Flucht vor den deutschen Behörden in einen – laut eigener Aussage – souveränen Staat erneut untermauert.

Neben den wöchentlich stattfindenden Aufmärschen von Bärgida und der Kundgebung am 28.05 steht uns Berliner AntifaschistInnen am 17.06. der europaweit mobilisierte Aufmarsch der „Identitären Bewegung“ bevor. Nach dem (kläglich) gescheiterten Versuch am 19.05. das Bundesjustizministerium zu besetzen, wird die IB am 17.06. alles daran setzen soviel Öffentlichkeit wie nur denkbar zu bekommen. Darüber hinaus sollte mit erneuten Öffentlichkeitswirksamen Aktionen im Vorfeld gerechnet werden.

Dies alles sollten Antifaschistische Strukturen nicht unkommentiert lassen. Eine Recherche Auswertung zu der gescheiterten Aktion am Bundesjustizministerium ist bereits erschienen und kann bei Antifa-Berlin.Info eingesehen werden.

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Broschüre zum Kiezspaziergang durch den „roten Friedrichshain“ http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/broschuere-zum-kiezspaziergang-durch-den-roten-friedrichshain/ http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/broschuere-zum-kiezspaziergang-durch-den-roten-friedrichshain/#comments Mon, 15 May 2017 14:51:48 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Kiezpolitik | Freiräume http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/broschuere-zum-kiezspaziergang-durch-den-roten-friedrichshain/ Als Ergänzung zum Kiezspaziergung, gibt es nun eine Broschüre mit vielen Informationen zu den einzelnen Stationen sowie weiterführenden Links.


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Antifa-Jugendbroschüre: 181-Magazin #1! http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/antifa-jugendbroschuere-181-magazin-1/ http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/antifa-jugendbroschuere-181-magazin-1/#comments Mon, 15 May 2017 14:46:00 +0000 Administrator Allgemein Termine | Veranstaltungen Antifaschismus Antirassismus Antirepression Veröffentlichungen | Pressemitteilungen Internationalismus Antisexismus Kiezpolitik | Freiräume http://ak36.blogsport.de/2017/05/15/antifa-jugendbroschuere-181-magazin-1/ Unsere erste Jugendbroschüre das 181 – Magazin #1 könnt ihr hier runter laden und / oder Online lesen! Die Broschüre bietet auf 32 Seiten einen guten Ein und Überblick zu den Themen: Warum Antifa immer noch eine Notwendigkeit ist, Schwarzfahren, Grauen Wölfen, der AFD und vielem mehr. Wir wünschen viel Spaß beim lesen und aktiv werden!


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