Archiv der Kategorie 'Veröffentlichungen | Pressemitteilungen'

Bericht zur antifaschistischen und internationalistischen „Defend Afrin Demonstration“

Fazit, (Selbst)-Kritik und der Versuch einer Diskussion für die kommenden Monate.

Vorab: Der folgende Bericht stellt explizit nur die Ansichten und Bewertungen von uns als Gruppe dar und steht nicht für Alle, die sich im Vorbereitungskreis der Demo befunden haben.

Am letzten Sonntag (04.02.2018) demonstrierten in Berlin mehr als 4000 Menschen ihre Solidarität mit dem Widerstand in Afrin und der Revolution in Rojava. Weiterhin wurde den gefallenen Kämpfer*innen eben jener Revolution gedacht – Şehîd namirin!
Fast zeitgleich gab es weitere Demonstrationen mit tausenden Menschen in Hamburg und Stuttgart. In Afrin selbst, waren die Straßen mit 100.000 Ḿenschen gefüllt.
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AfD-Demo zum Desaster machen – Antifeminismus und Rassismus bekämpfen!

Am 17.02.2018 ist es soweit: Die AfD will erneut in Berlin auf die Straße gehen. Mit einem „Frauenmarsch“ soll der bereits in weiten Teilen der Gesellschaft vorhandene Rassismus weiter salonfähig gemacht werden. Beginnen soll das Ganze um 15 Uhr am U-Bhf. Hallesches Tor in Kreuzberg.

Das es ausgerechnet die Partei ist, deren Führung jedes mal aufs neue den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ unterstützt, und jetzt für Frauenrechte demonstrieren will erscheint nur auf den ersten Blick paradox. Bei genauerem hinsehen, geht es der AfD um die „deutsche Frau“, die nicht mehr sicher sei, den Erhalt des „deutschen Volkes“, dass die AfD durch Migration bedroht sieht.Die AfD steht für eine reaktionäre, chauvinistische, ultra-konservative Welt und vor allem für das dazugehörige „Frauenbild“.
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Von Kreuzberg nach Afrin – Tod dem Faschismus! Solidarität mit Rojava

Antifaschistische und Internationalistische Demonstration // Sonntag 04.02. // 15:00 Uhr // Oranienplatz // Berlin – Kreuzberg //

Nach monatelangem Säbelrasseln hat das AKP – MHP Regime unter der Führung Recep Tayyip Erdogans begonnen seine Pläne zu konkretisieren . Das erklärte Ziel: Die Vernichtung der Demokratischen Föderation Nordsyrien. Um diesen Ziel näher zu kommen begann das Türkische Militär mit der Unterstützung zuvor ausgebildeter Jihadistischer Milizen am 19.01.2018 den durch mehrheitlich Kurd*innen bewohnten Kanton Afrin mit einer Groß angelegte Militäroperation anzugreifen, dies wäre jedoch ohne den vorherigen Abzug russischer Truppen nicht denkbar gewesen.

Die Gründe für diesen erneuten Angriffskrieg der Türkei gehen bei näherer Betrachtung jedoch über den zusammenschweißenden, fanatischen Hass auf Kurd*innen (fast) aller Türkischer Parteien hinaus. Durch den desolaten Zustand im eigenen Land sieht sich das Regime in Ankara im Zugzwang und setzt erneut auf Krieg gegen Kurden, in und Außerhalb der Türkei. In Zeiten instabiler Währung, einbrechendem Tourismus sowie bröckelnden Internationalen Beziehungen bedarf es einem Kollektiven Feind der die Massen hinter sich bringt.
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Reisebericht – Rojava Calling

Die Revolution in Nordsyrien und die Wiederentdeckung eines kämpferischen Internationalismus

Spätestens seit der Schlacht um Kobane ist die demokratische Selbstverwaltung in den kurdischen Gebieten Nordsyriens, besser bekannt unter dem Namen Rojava, ein wichtiger Bezugspunkt internationaler Solidarität für die hiesige Linke.

Das auf einem weit verzweigten System von Kommunen, Räten und Kooperativen errichtete demokratische System dort, führte auch in den deutschen Debatten zu einer Rückbesinnung auf rätedemokratische Traditionen der Arbeiter*innenbewegung. Die Entschlossenheit der Volksverteidigungseinheiten YPG und ihrer Fraueneinheiten YPJ im Kampf gegen die Angriffe der türkischen Armee und des Islamischen Staates gab vielen Linken auch hierzulande neuen Mut.

Hier gab es eine Linke, die siegen konnte. Hier konnte man vielleicht lernen, wie auch in den kapitalistischen Metropolen ein erneuter Aufbruch möglich wäre. Mit dieser Perspektive reisten im Februar 2017 mehrere Redakteure der linksradikalen Online-Zeitschriftlower class magazinenach Syrien. Sie blieben viele Monate und arbeiteten in der Kommune der Internationalist*innen, in den lokalen Jugendstrukturen, in den militärischen Formationen zur Verteidigung der Revolution. Die Erfahrungen, die sie dort machen konnten, die unfassbar schönen wie die widersprüchlichen und schweren, wollen sie mit euch teilen, diskutieren, über sie streiten.

Mit Peter Schaber und Willi Effenberger

Mittwoch // 31.01.2018 // 19:30 Uhr – SO36 // Oranienstr. 190 // Kreuzberg

Film-Veranstaltung zum „Bloody Sunday“


Am 30. Januar 1972, dem sogenannten „Bloody Sunday“, fand in der nordirischen Stadt Derry eine Demonstration statt, in deren Verlauf britische Fallschirmjäger das Feuer gegen die Demonstrierenden eröffneten. Dabei wurden 14 Personen erschossen & viele weitere schwer verletzt.

Forderungen der Demonstrant*innen waren mehr Bürger*innenrechte sowie die Abschaffung der sogenannten „Internment-Politik“, die erlaubte Personen ohne Gerichtsverfahren in den Knast zu stecken. Dieses Gesetz traf vor allem Katholiken & Menschen die sich gegen die britische Vorherrschaft in Nordirland engagierten.
Im Anschluss an die Ereignisse in Derry, begann ein jahrzehntelang anhaltender Kampf um die Schuldfrage. Britische Soldaten & Offiziere vernichteten Beweise, steckten bereits getöteten Demonstrant*innen Molotov-Cocktails in die Taschen & bestritten vehement das Feuer eröffnet zu haben.

Erst im Jahr 2010 übernahm die britische Regierung unter David Cameron die Verantwortung, nachdem in einem unabhängigen Gutachten belegt wurde, dass britische Fallschirmjäger zuerst & teilweise willkürlich auf unbewaffnete Demonstrant*innen geschossen haben.

Der „Bloody Sunday“ hatte weitreichende Folgen für den Konflikt in Nordirland, so sollte er bspw. in den nächsten Jahren Rechtfertigung für eine Reihe von Anschlägen der IRA (Irish Republik Army) sein, die ihrerseits kurz nach den Ereignissen von Derry hunderte Neueintritte vermelden konnte.


Dienstag, 30. Januar 2018, 20 Uhr,„Meuterei“ / Reichenberger Str. 58
Gezeigt wird der Film „Bloody Sunday“ (2004) in der deutschen Fassung