Archiv der Kategorie 'Antirepression'

„Geldprobleme? Fragen Sie ihre Bank!“ – Soli-Demonstration für Lisa & Thomas!

Wir begrüßen den Aufruf zu einer unangemeldeten Soli-Demonstration am 12.05.2018 in Berlin und möchten diese mit einem weiteren Aufruf unterstützen. Thomas wurde zu 16 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, nachdem er 1996 bei einem Banküberfall festgenommen wurde. Lisa wurde am 7. Juni 2017 zu 7 ½ Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf: Überfall auf eine Filiale der katholischen Pax Bank in Aachen.
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Von Kreuzberg nach Afrin – Tod dem Faschismus! Solidarität mit Rojava

Antifaschistische und Internationalistische Demonstration // Sonntag 04.02. // 15:00 Uhr // Oranienplatz // Berlin – Kreuzberg //

Nach monatelangem Säbelrasseln hat das AKP – MHP Regime unter der Führung Recep Tayyip Erdogans begonnen seine Pläne zu konkretisieren . Das erklärte Ziel: Die Vernichtung der Demokratischen Föderation Nordsyrien. Um diesen Ziel näher zu kommen begann das Türkische Militär mit der Unterstützung zuvor ausgebildeter Jihadistischer Milizen am 19.01.2018 den durch mehrheitlich Kurd*innen bewohnten Kanton Afrin mit einer Groß angelegte Militäroperation anzugreifen, dies wäre jedoch ohne den vorherigen Abzug russischer Truppen nicht denkbar gewesen.

Die Gründe für diesen erneuten Angriffskrieg der Türkei gehen bei näherer Betrachtung jedoch über den zusammenschweißenden, fanatischen Hass auf Kurd*innen (fast) aller Türkischer Parteien hinaus. Durch den desolaten Zustand im eigenen Land sieht sich das Regime in Ankara im Zugzwang und setzt erneut auf Krieg gegen Kurden, in und Außerhalb der Türkei. In Zeiten instabiler Währung, einbrechendem Tourismus sowie bröckelnden Internationalen Beziehungen bedarf es einem Kollektiven Feind der die Massen hinter sich bringt.
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Audio-Mitschnitt zur Andrea Wolf Veranstaltung

Am 21.10.2017 fand in der K9 eine Info- & Diskussionsveranstaltung anlässlich des 19. Todestages von Andrea Wolf statt. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und im besten Fall, eine Debatte innerhalb der radikalen Linken zum Thema Gedenkpolitik anzustoßen, haben wir unser Material zur Veranstaltung sowie eine Zusammenfassung der anschließenden Diskussion bereits veröffentlicht. All dies findet ihr in unserem Artikel Auswertung der Gedenkveranstaltung zum Todestag von Andrea Wolf

Eine Genossin sprach an diesem Abend über die politische Sozialisierung von Andrea und ihre Beweggründe sich in Deutschland zu engagieren und sich später den bewaffneten Kampf in Kurdistan anzuschließen. Weiterhin wurde in dem 30-minütigen Vortrag die politische Situation in Deutschland und Kurdistan zu eben jener Zeit thematisiert. Wir möchten hiermit den Audio-Mitschnitt veröffentlichen.

Ein kleiner Fehler wurde im Nachgang noch gefunden den wir hiermit korrigieren möchten. Im Jahr 1993 wurde nicht Eva Haule festgenommen sondern Birigt Hogefeld. Dies wurde versehentlich im Vortrag verwechselt.

Auswertung der Gedenkveranstaltung zum Todestag von Andrea Wolf

Am 21.10.2017 fand in der K9 eine Info- & Diskussionsveranstaltung anlässlich des 19. Todestages von Andrea Wolf statt. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und im besten Fall, eine Debatte innerhalb der radikalen Linken zum Thema Gedenkpolitik anzustoßen, veröffentlichen wir unser Material zur Veranstaltung sowie eine Zusammenfassung der anschließenden Diskussion.

Gründe diese Veranstaltung zu organisieren gab und gibt es genug. Sei es das Gedenken an Andrea Wolf und all die anderen Menschen, die in emanzipatorischen Kämpfen gestorben sind, oder mögliche Antworten auf die Frage: „Warum sich Menschen dem bewaffneten Kampf angeschlossen haben, an diesem teilnehmen oder teilnehmen werden?“, zu finden.

Eine weitere Intention ist, einen Teil der Gedenkkultur an Gefallene innerhalb der radikalen Linken in Deutschland solidarisch zu kritisieren und gleichzeitig zu überlegen, wie wir Gedenken neu ausrichten können. Dies ist unserer Meinung nach notwendig, da so manche Veranstaltung sich weder tiefgründig mit den jeweiligen Kämpfen und / oder den politischen Ansichten, bzw. unterschiedlichen Hintergründen von Personen auseinandersetzt bzw. gleich zum großen Märtyrer-Kult übergeht. So fungieren diese Veranstaltungen als reines Ritual und / oder Identitätspolitik.
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Redebeitrag im Rahmen der Kundgebung am Heinrichplatz zum Welt Kobane Tag 2017

Frauenbefreiung, Freie Bildung, Selbstverwaltung, Religionsfreiheit, direkte kommunale Demokratie, dies sind nur einzelne Errungenschaften der Revolution in Rojava. Undenkbar sind diese Errungenschaften ohne den Kampf um Kobane, in welchem erstmals der Selbsternannte Islamische Staat in die Knie gezwungen werden konnte. Undenkbar ist es ebenso den Welt Kobane Tag zu zelebrieren ohne denen zu Gedenken die im Kampf für ein Leben in Freiheit und Würde ihr leben ließen und erbitterten Widerstand gegen den IS leisteten.

Die Gefallenen sollten in unseren Kämpfen weiterleben. Die Schlacht um Kobane hat den Kriegsverlauf entscheidend verändert, zudem und das ist aus unserer Sicht der wichtigste Aspekt, hat der Kampf verdeutlicht, dass selbst unter den menschenverachtendsten Bedingungen, etwas Lebenswertes entstehen kann. Auch wenn Rojava bei weitem kein Paradies ist und es immer noch Widersprüche gibt, ist es der existierende Beweis dafür, dass ein selbstorganisiertes Leben fernab von Staat und Kapital möglich ist und Revolution nie ein abgeschlossener Prozess sein kann.
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