Archiv der Kategorie 'Antirepression'

Info – Veranstaltung zum 19. Todestag von Andrea Wolf

Andrea Wolf wurde im Jahr 1965 geboren und engagierte sich unter anderem in der autonomen Frauenbewegung, gegen die Startbahnwest, bei den Protesten gegen den Weltwirtschaftsgipfel 1985 in Bonn sowie 1992 in München.Nach zunehmender Repression beschließt Andrea, in die Illegalität zu gehen. Später geht sie von dort aus im Januar 1997 nach Kurdistan.

Sie kämpft aktiv in einer Fraueneinheit unter dem Kampfnamen Ronahi. Am 22. Oktober 1998 gerät ihre Guerillaeinheit in der Region Wan in einen Hinterhalt. Andrea und einige ihrer Genoss*innen werden vom türkischen Militär gefangen genommen und gefoltert. Andrea Wolf stirbt am 23.Oktober 1998 an den Folgen der Folter.
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Anti-Knast-Tage 2017 Berlin

Wir freuen uns sehr, dass es dieses Jahr wieder die Anti-Knast-Tage in Berlin gibt und möchten hiermit den Aufruf unterstützen und teilen!

„Wir müssen mal über Knast reden!“

Bis 2015 wurden im deutschsprachigem Raum regelmäßig die Antiknasttage von Gruppen veranstaltet, die Knäste abschaffen wollen. Es war der Versuch dem Thema der Knäste, der Einsperrung und der sozialen Kontrolle einen Raum zu geben. Dies wurde von vielen Menschen und Gruppen als politisches Aufgabe vernachlässigt, versäumt bzw. ignoriert und wird es immer noch. Wir wollen die Tage dazu nutzen, um mit Menschen, die davon betroffen sind, zusammen zu kommen und das Thema Knast, in all seinen Facetten, wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Daher sollen sie dieses Jahr in Berlin wieder stattfinden, denn dieses Theam ist unerlässlich, wenn wir Herrschaft und Unterdrückung in Frage stellen, bzw abschaffen wollen.

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Filmvorführung – Sacco & Vanzetti

Wir Gedenken den beiden Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die, nach einem fragwürdigen Prozess zum Tode verurteilt und am 23.08.1927 in den USA hingerichtet wurden!

Der Vorwurf gegen die beiden aus Italien eingewanderten und der anarchistischen Bewegung angehörenden Arbeitern, lautete Beteiligung an einem doppelten Raubmord.

Das Verfahren, die Verleumdungen der Presse und nicht zuletzt das Urteil, erregten weltweite Aufmerksamkeit und waren der Beginn zahlreicher, auch internationaler Proteste.
Der Prozess zeigte unverhohlen und deutlich die rassistischen und sozialchauvinistischen Einstellungen der Justiz, der Politik und Teile der Gesellschaft, besonders gegenüber Migranten und Dissidenten in der damaligen Zeit.

Ein großer Teil der anarchistischen Bewegung entschied sich zu dieser Zeit für die gezielte Enteignung von Banken, Firmen oder vermögenden Einzelpersonen sowie Aktionen im Namen der Propaganda der Tat. Der Justizapparat reagierte mit Folter, Erpressung und Mord bspw. an Andrea Salsedo, Setzer einer anarchistischen Zeitung, der 1920 aus dem 14. Stockwerk eines New Yorker Polizeigebäudes geworfen wurde.

Die aktuellen Ereignisse in den USA und Europa sollten uns daran erinnern, dass ein konsequentes Vorgehen gegen Rassismus und Faschismus, also ein Kampf für die Gleichberechtigung aller Menschen, nicht verhandelbar ist.

Filmvorführung “Sacco & Vanzetti” am 23.08.2017 ab 20 Uhr in der “Meuterei” / Reichenberger Str. 58 / 10999 Berlin

Broschüre & Audiomitschnitt zum Vortrag über Anarchismus & Bankenteignung

Weiterführende Broschüre zum Vortrag über die Geschichte des Anarchismus und der Bankenteignung, mit Gruppen-Glossar, Literatur-Tipps und mehr.

Hier der Vortrag als Audiomitschnitt im Rahmen des ABC-Fests 2017 in Wien


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Vortrag & Cocktail-Tresen in der Meuterei

Seit der Entstehung der anarchistischen Bewegung ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil, der Diskurs um die politische Praxis. Wie kann diese in die Theorie eingebunden werden, wie im Detail aussehen?

Ein immer wiederkehrendes Beispiel, ist die Kritik der Lohnarbeit, die Anarchist*innen damals wie heute dazu zwingt andere Wege zur Finanzierung der Bewegung zu finden. Propaganda muss hergestellt und veröffentlicht, Gefangene unterstützt und auch das eigene Leben gesichert werden. Eine Möglichkeit wurde schon sehr früh in der Praxis der Enteignungen gesehen.

Der Vortrag thematisiert dies, am Beispiel anarchistischer Banküberfälle, beginnend im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Debatten um Form und Mittel, die innerhalb der Bewegung bis heute kontrovers geführt werden.

Im Anschluss wird es einen Cocktail-Tresen geben um Kohle für Repressionskosten zu sammeln!

02. Juni 2017, 20 Uhr, in der „Meuterei“ – Reichenberger Str. 58 / 10999 Berlin