Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

Veranstaltungen zum historischen Friedrichshain

In weniger Tagen wird der 08. Mai gefeiert – der Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation NS-Deutschlands. Deshalb laden wir euch zu zwei Veranstaltungen zur Vergangenheit Friedrichshains ein und setzen uns mit der Geschichte des „roten“ Kiezes zu Zeiten der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus auseinander.
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If the kids are united – Interkiezionale Demonstration 22. April

If the kids are united, they‘ll never be divided! Seit Monaten hören wir aus jeder Ecke der Stadt das wispern von Projekten und deren derzeitigen Stand der Bedrohung. Investor*innen aus aller Welt, mit geleckten Schuhen aus Schlangenleder fordern uns heraus und legen dabei eine Überheblichkeit an den Tag, die an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten ist. So werden Zusagen getroffen die später zurückgenommen oder geleugnet werden, wie anhand der Friedel54 zu sehen ist.
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Zu den aktuellen Ereignissen in Nordkurdistan und der Türkei II

Dieser Artikel verfolgt die Intention einen Überblick zur aktuellen Situation in der Türkei und teilen Kurdistans zu schaffen. Auf Grund der sich täglich überschlagenden Meldungen haben wir uns auf aus unserer Sicht die aktuell am wichtigsten Themen bzw. Ereignisse fokussiert: Das bevorstehende Referendum zur Einführung des Präsidialsystems in der Türkei, der andauernde Krieg in Nordkurdistan, die aktuelle Politik der Barzani Regierung im Nordirak sowie die Rolle Deutschlands. In dem von uns publizierten Artikel befinden sich Bilder von Gräueltaten türkischer Militärs an kurdischen Zivilisten. Wir weisen daraufhin, dass diese Bilder extrem verstörend und schockierend sind, wir sehen es dennoch als Notwendigkeit an, diese hier zu veröffentlichen um zu verdeutlichen was in Teilen Kurdistans insbesondere in Nordkurdistan seit über 40 Jahren tagtäglich passiert und wozu „wir“ viel zu oft schweigen. (mehr…)

Naziangriffe in Neukölln und Wedding: alte Kader, neue Attacken

Seit Mitte Dezember 2016 kommt es immer wieder zu Bedrohungen und Angriffen gegen Antifaschist*innen in Berlin. Lag der Schwerpunkt der Angriffe anfänglich noch auf dem Berliner Bezirk Neukölln, kam es nun Anfang Februar zu weiteren Aktionen seitens Berliner Nazis, dieses mal in Berlin Wedding. Seit dem sich zuspitzenden europäischen Rechtsruck treten bundesweit wieder alte Kader neonazistischer Organisationen in Erscheinung oder agieren konspirativ, bei denen man davon ausgegangen war, dass sie sich zu Ruhe gesetzt oder sich aus der Szene verabschiedet hätten. Wir wollen mit diesem Artikel einen Überblick über bereits veröffentlichte Recherchen geben und darüber hinaus die anhaltende Kontinuität der Aktivitäten älterer Nazis hervorheben, die bereits Anfang der 90‘er-Jahre in Berlin und Brandenburg aktiv waren und aus unserer Sicht eine erhebliche Rolle in den derzeitigen Angriffswellen spielen.

Den Beginn der Angriffsserie stellte die Nacht vom 11.12 auf den 12.12.2016 dar. In dieser Nacht wurde auf das linke Kollektivcafé „K-fetisch“ ein Brandanschlag verübt, die Scheiben einer Privatwohnung mit einem Stein und einem Glasbehältnis voller Farbe eingeworfen. Wenig später wurde versucht, die Scheiben einer Buchhandlung in Rudow einzuwerfen. Es folgten weitere Angriffe auf Wohnhäuser von Antifaschist*innen und Brandanschläge auf Autos von Menschen, die sich in der Vergangenheit gegen Nazis engagiert hatten. (mehr…)

make Antifa great again – Aufruf zur Antifa-Winteroffensive 2017

Machen wir uns nichts vor: das Jahr 2016 besticht in seiner Gesamtbilanz durch einen katastrophalen gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck, dem keine Grenzen gesetzt scheinen. Der gesellschaftliche Rassismus wird zum Normalzustand und festigt sich in seiner Qualität innerhalb kurzer Zeit in einer Form, wie sie noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Die Übergriffe gegen Geflüchtete und „Nichtdeutsche“ sind zum Alltag geworden und die AfD ist fester Bestandteil des parlamentarischen Schmierentheaters. Im Zuge dessen versuchen auch die anderen Parteien am rechten Rand zu fischen und übernehmen unverblümt und skrupellos die rassistischen und sozialdarwinistischen Parolen. Die abgestumpfte Mehrheit heißt dies gut oder stört sich nicht daran. Es gab im vergangenen Jahr eine Reihe großartiger Aktionen gegen diese Entwicklungen und es wird sie auch in Zukunft geben. Allerdings ist unser Widerstand gegen diesen Rollback dennoch viel zu gering, marginal und anlassbezogen. Es muss klarer denn je festgehalten werden: Der Kampf gegen Nazis und deren Strukturen ist längst nicht ausreichend. Wir sollten ein für alle mal begreifen, dass wir uns mehr denn je in einer permanenten Konfrontation gegen diese Gesellschaft, ihre Werte und Leitbilder befinden, die all dies erst ermöglichte und die immer weiter eskalierende Lage womöglich noch weiter auf die Spitze treiben wird. (mehr…)