Film-Veranstaltung zum „Bloody Sunday“


Am 30. Januar 1972, dem sogenannten „Bloody Sunday“, fand in der nordirischen Stadt Derry eine Demonstration statt, in deren Verlauf britische Fallschirmjäger das Feuer gegen die Demonstrierenden eröffneten. Dabei wurden 14 Personen erschossen & viele weitere schwer verletzt.

Forderungen der Demonstrant*innen waren mehr Bürger*innenrechte sowie die Abschaffung der sogenannten „Internment-Politik“, die erlaubte Personen ohne Gerichtsverfahren in den Knast zu stecken. Dieses Gesetz traf vor allem Katholiken & Menschen die sich gegen die britische Vorherrschaft in Nordirland engagierten.
Im Anschluss an die Ereignisse in Derry, begann ein jahrzehntelang anhaltender Kampf um die Schuldfrage. Britische Soldaten & Offiziere vernichteten Beweise, steckten bereits getöteten Demonstrant*innen Molotov-Cocktails in die Taschen & bestritten vehement das Feuer eröffnet zu haben.

Erst im Jahr 2010 übernahm die britische Regierung unter David Cameron die Verantwortung, nachdem in einem unabhängigen Gutachten belegt wurde, dass britische Fallschirmjäger zuerst & teilweise willkürlich auf unbewaffnete Demonstrant*innen geschossen haben.

Der „Bloody Sunday“ hatte weitreichende Folgen für den Konflikt in Nordirland, so sollte er bspw. in den nächsten Jahren Rechtfertigung für eine Reihe von Anschlägen der IRA (Irish Republik Army) sein, die ihrerseits kurz nach den Ereignissen von Derry hunderte Neueintritte vermelden konnte.


Dienstag, 30. Januar 2018, 20 Uhr,„Meuterei“ / Reichenberger Str. 58
Gezeigt wird der Film „Bloody Sunday“ (2004) in der deutschen Fassung


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